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Diana® beim RVEJ

Am 17. September 2003 hatte der Rheinische Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften e.V. seine Mitgliederversammlung in Köln-Auweiler. Anwesend waren etwas über 200 Personen.

Neben Verbandsinternas (die hier nicht näher zu besprechen sind), waren vor allem zwei Tagesordnungspunkte von besonderer Bedeutung. Zum einen das Referat von Jochen Borchert, MdB, Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes e.V (DJV) und Bundesminister a.D. für Landwirtschaft und zum anderen die Vorstellung eines Software-Produktes für die Erstellung des Jagdkatasters.
Jochen Borchert sprach in Sonderheit in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes e.V. (DJV) zum Auditorium. Seine Rede befasste sich besonders mit der geplanten Novellierung des Bundesjagdgesetzes. Es geht hierbei um die Bestrebung einer zumeist nichtjagenden Lobby, die das Bundesjagdgesetz nur als Rahmengesetz sehen wollen und die jagdliche Rechtszuständigkeit in die Hände der Länder geben wollen. Bisher haben wir in der Bundesrepublik mit dem Bundesjagdgesetz und den ergänzenden Bestimmungen der Länder eine weitgehend konforme Gesetzessituation. Besonders die rot-grüne Regierung will diesen Zustand ändern. Dabei ist allem Anschein nach eine deutlich verkehrte und verdrehte Ideologie der Ziehvater dieser Bestrebungen. Diese unterstellt den Jägern die Jagd quasi als blutrünstige Lust zu betreiben und damit die betroffenen Tiere als Individuen grobschlächtig zu missachten.


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Tatsächlich ist die Jagd aber eine wichtige Form der Landschaftspflege. So gilt es, den Wildbestand in kontrollierten Größen zu halten. Damit soll die Überpopulation genauso vermieden werden als auch andererseits die Hege der bedrohten Tierarten durchgeführt werden (Beispielsweise die Förderung des Rebhuhns oder die Wiedereinbürgerung des Bibers). So sind z.B. Überpopulationen kritisch für die Ernten in der Landwirtschaft, man denke hier an Schäden durch Schwarzwild oder auch durch Wildtauben. Gerade in letzter Zeit nimmt der durch Krähen entstehende Schaden enorm zu. Nachdem die natürlichen Feinde in den letzten Jahrhunderten in Europa weitgehend ausgerottet wurden, kommt den Jägern hier eine besondere Aufgabe zu.

Kommt es nun zu tatsächlich zu einer Kompetenzverlagerung auf die Länder, so wird eine seit über 40 Jahren bestehende Rechtseinheit aufgegeben. Dies betrifft alle Punkte des Jagdrechts (z.B. die Revierjagd, die Anerkennung des Jagdscheins in den einzelnen Ländern, Wildschadenregulierungen).

Einzelne Bestrebungen gehen sogar soweit, dem Grundeigentümer (Jagdgenossen) selbst ein Entscheidungsrecht einzuräumen, ob auf seinem Grundstück gejagt werden darf. Damit wäre das Ende der Revierjagd gekommen und damit das Ende der jagdlich nachhaltigen Nutzung der Natur. Auf diesem Hintergrund gibt es deutliche Bestrebungen der einzelnen Interessenverbände (Bauernverband, Fischereiverband, Falknerverband, Jagdverband u.a.) zu einem einheitlichen Vorgehen gegen die Bestrebungen der Bundesregierung.

Ein besonderer Augenmerk der Versammelten war auf die Vorstellung der Software Diana für die automatisierte Erstellung des Jagdkatasters gerichtet. Der Geschäftsführer der Softplan, Kai Breustedt, zeigte des Vertretern der Jagdgenossenschaften, wie einerseits einfach und andererseits sehr effektiv die Verwaltung einer Jagdgenossenschaft erfolgen kann.

Dabei wurde die Erstellung des Jagdkatasters aufgrund der Grundlagedaten des ALB erklärt. Durch durchgreifende Berechnungsmethoden können die Jagdgenossen sehr einfach und schnell ermittelt werden. Korrekturen der Grundlagedaten bzw. laufende Bestandsveränderungen lassen sich einfach durchführen. Da ein Abgleich des interaktiv geführten Bestandes mit den intervallmäßig abgerufenen ALB-Daten möglich ist, ist das gesetzlich vorgeschriebene Jagdkataster immer auf einem aktuellen Stand.

Eine wesentliche Unterstützung bei der Erstellung des Jagdkatasters stellt die im Programm integrierte Grafik dar. Dabei können sowohl Raster- als auch Vektordaten verarbeitet werden.
Eine deutliche Arbeitserleichterung bietet das Programm auch bei der Verwaltung. So kann die Auskehrung per Automatismus berechnet werden und per DTA an die Hausbank übermittelt werden. Intelligente Suchabfragen und Auswertemechanismen runden das Programm in seiner Vielfältigkeit ab.


Der Verbandsvorsitzende Hermann-Josef Schmitz und der Geschäftsführer Robert Schmitz bedankten sich bei Herrn Breustedt für die gelungene und interessante Vorführung.

Sie baten die anwesenden Vertreter der Jagdgenossenschaften, die Eindrücke in den Gremien der Jagdgenossenschaften zu bedenken, so dass mit Unterstützung des Verbandes bei den einzelnen Genossenschaften die Einführung der Software Diana vorangetrieben werden kann.

Anmerkung: Bitte beachten Sie auch die neue Web-Site des DJV: www.wildtiere-live.de!